Köln-Inline-Marathon 2011 - Frauen-Power, 5x2=1, Stadt-Meister und Jugend-Wahn

Köln Marathon 2011 Jens Kaiser GIC Fitness SiegerKöln Marathon 2011 Jens Kaiser GIC Fitness SiegerAchter Platz in der Elite-Wertung der Damen für Claudia Maria Henneken; Platz eins für unsere Fitness-Damen Lena Haucke, Ines van Loudon, Ariane Finzel, Barbara Scholz und Birgit Bernhard in der Teamwertung; Stadtmeistersiege bei den Damen für Maria Henneken in ihren Altersklassen für Paul Trzos (Aktive) und Hanspeter Detmer (AK60); Rekordfahrt von Daniela Leal in der Special Olympics Wertung; 16 junge Kölner Roll-Möpse bei der Juniors Trophy aktiv; und eine eigenartige Rechnung des Lehrers Jens Kaiser, die mit der Note 1 belohnt wurde – nicht nur der Sonnenschein ließ fast alle Kölner Roll-Möpse am Wochenende des 15. Kölner Inline-Marathon strahlen.
Vorhaben Nummer eins konnte Claudia Maria Henneken beim Köln-Marathon realisieren – siehe Kölner Stadt-Anzeiger vom 3. Oktober, Seite 30. Bei der ersten Überquerung des Rheins führte Maria die Schlange der Welt-, Europa- und Deutschen Meisterinnen an. 41 Kilometer später, als es wieder über den Rhein zurück nach Deutz und damit zum Ziel ging, war Maria immer noch ganz vorne mit dabei. Was dann passierte, kommentierte unsere Jugendwartin später so: „Meine Teamkollegin ist vor mir die Brücke hochgesprintet; ich direkt im Windschatten dahinter. Als wir dann an Sabine Berg vorbeigezogen sind, hat diese die Verfolgung aufgenommen. Dann ist sie vor mir in den Zug eingestiegen. Das Dumme dabei war: Sie hat mich aus dem Tritt gebracht. Zack, zack, zack waren 2 - 3 weitere Skaterinnen auch noch drin. Dann bekam ich auch noch eine Hand in die Fresse. Und zack wieder 2 drin. Das Durchsetzen muss ich wohl noch etwas üben. Aber immerhin konnte ich zum 3. Mal den Stadtmeistertitel erringen. Und mit Platz 8 in der Gesamtwertung mit nur Nationalfahrerinnen vor und auch teils hinter mir lässt sich ja auch gut leben. Zumal die alle mal locker 10-20 Jahre länger als ich auf den Inline-Skates unterwegs sind. Köln Marathon 2011 Spitzenfeld Inline FrauenKöln Marathon 2011 Spitzenfeld Inline FrauenAlles im allen war es ein toller Marathon auf einer tollen Strecke.“
Ganz vorne mit dabei, als es um die Spitzenpositionen bei den Damen ging, war noch ein Mädel aus der Gruppe, die in den letzten Wochen immer dienstags abends zum Marc-Zacher-Training auf die Bahn nach Leverkusen und mittwochs zum Ausdauertraining mit Yvonne Wankerl an den Fühlinger See kam: Suzanne Camus. Die 16jährige kommt aus Nantes in Frankreich und geht zurzeit im Rahmen eines Schüleraustauschs auf das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln. Nach dem Willen der Marathon-Organisatoren hätte Suzanne eigentlich aus dem letzten Fitnessblock starten sollen. Wir haben als Verein erfolgreich für sie interveniert. Platz 18 mit nur zwölf Sekunden Rückstand auf die Siegerin ist ein tolles Resultat.
Unsere Mädels waren kaum zu bremsen – allen voran Lena Haucke. Als ihr Beate van Fondern vor acht Jahren geduldig das Inline-Skaten beibrachte, hätte keiner geglaubt, dass Lena jemals unter 400 Finisherinnen beim Köln-Marathon in der tollen Zeit von 1:27:44 den 52. Gesamtplatz und den 14. Platz in der Fitness-Wertung belegen würde. Lenas Leistung war die Grundlage für die Kölner-Roll-Mops-Frauenpower: Platz eins in der Vereinsteamwertung für Lena Haucke, Ines van Loudon, Ariane Finzel, Barbara Scholz, Birgit Bernhard und Susanne Prothmann. Chapeau!
Apropos Dienstagtraining auf der Bahn, leider mangels entsprechender Sportstätte (noch) nicht in Köln, daher gerne im Leverkusener Neulandpark: Von allen, die regelmäßig mitgemacht haben, hat Daniela Leal am meisten profitiert. Voll integriert in die von Marc Zacher begeisterte Trainingsgruppe schaffte die Special-Olympics-Sportlerin (Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung) eine tolle Leistungssteigerung. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich Daniela um 25 Minuten und fünf Sekunden. Die Grenzen ihrer sportlichen wie sonstigen Entwicklung sind noch lange nicht erreicht; da steckt noch viel mehr drin…
Oliver Balgheim (01:14:36 – Platz 84) und Peter Michael (01:19:40 – Platz 105) starteten für den SSC Kölner Roll-Möpse in der Speedklasse. Ihre Zeiten und Platzierungen verlangen Respekt.
Den Vogel schoss Jens Kaiser in der Fitness-Klasse ab. Wieder reichte es „nur“ zu Platz zwei wie in den vier vorausgegangenen Rennen im Rahmen des German-Inline-Cups. Wieder fehlte nach 01:20:20 am Ende nur eine Sekunde. Nun war Jens zwar nie in der „Kaygass in dr Schull“. Die Saison-Endabrechnung gleicht jedoch verdächtig jener des Lehrers Welsch aus der Kaygass Schull: „Dreimal null ist null, ist null (denn mir waren in der Kaygass in der Schull).“ Bei Jens, dem Lehrer, lautet die Gleichung: 5 mal 2 gleich 1. Kapiert? Als ewiger Zweiter sammelte er im German-Inline-Cup so viele Punkte wie in der Fitness-Wertung kein anderer. So kann dann auch aus einem Dauerzweiten ein strahlender Gewinner werden.
Zu Saisonbeginn kam der kalte Angstschweiß, wenn Paul Trzos im Training auftauchte: Beim Speedskaten kann man sich halt eben nicht wie beim Eishockey austoben! Auf Bahnen haben wir ihn diszipliniert – in Gera, Groß-Gerau und natürlich beim Training in Leverkusen. Beim Köln-Marathon kam der 27jährige nach 01:24:32 als viertbester männlicher Roll-Mops ins Ziel. Weiter so, da steckt noch Potential drin.
Letztmals wollte es Friedhelm Schmied, Vorsitzender des SSC Kölner Roll-Möpse, wissen. Letztmals sollten die Knie 42,195 km durchhalten. Mit Anstand wollte Friedhelm angekommen. Beim Erfrischungs-Kölsch kam er ins Grübeln. Sollte das das Ende gewesen sein? Warten wir ab.

Zum 15. Kölner Inline-Marathon waren 29 Kölner Roll-Möpse angemeldet – 25 kamen ins Ziel. Marc Zacher zog es vor, den Halbmarathon zu laufen. Unter 01:40 wollte er bleiben. Mit 01:39:31 schaffte Marc eine Punktlandung. Offenbar funktioniert ein Tempomat auch beim Menschen.
Ergebnisse Köln-Marathon 2011Ergebnisse Köln-Marathon 2011

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